Exkursion nach Nord Vietnam

Für uns Masterstudies des Internationalen Tourismusmanagements war es nun soweit: die lang ersehnte Auslandsexkursion des Moduls „Zukunftswerkstatt“ stand an. Für elf Tage tauchten wir und unsere Begleiter in das asiatische Land ein, um uns mit der Tourismusentwicklung abseits der Vorlesungen hautnah auseinander zu setzen.

Gruppenfoto © Mira Nausner

Gruppenfoto © Mira Nausner

 

Hanoi

Von Berlin aus starteten wir unseren Flug samt zwei Zwischenstopps nach Hanoi. Kulturell ging es ohne großen Umweg vom Flughafen direkt in das Wasserpuppentheater. Diese Kunstform ist quasi ein Muss auf jeder Vietnamreise. Mit einer Stadttour begannen wir in den zweiten Tag. Wir verfolgten die Stadtentwicklung, machten uns ein Bild der vietnamesischen Visionen und entdeckten traditionelle Orte.

Mittagessen in Hanoi © Mira Nausner

Mittagessen in Hanoi © Mira Nausner

 

Sapa

Weiter ging es auf unserer Studienreise durch Nord-Vietnam mit dem Nachtzug. Für viele eine neue, prägende Erfahrung. „Ist in Ordnung, muss man aber nicht wieder machen“ – lautete das allgemeine Fazit. Am frühen Morgen (und für studentische Verhältnisse sehr früh) erreichten wir Lao Cai um von dort nochmal für gut eine Stunde bis in die Bergregion Sapa zu fahren. Dem stärkenden Frühstück schloss sich das erste Trekking zum Ta Van Dorf an. Vorbei an Reisfeldern und stets begleitet von den H’mong schauten wir in das Leben der ethnischen Minderheiten.

Reisterrassen bei Sapa © Arlene Gärtner

Reisterrassen bei Sapa © Arlene Gärtner

 

Ha Long Bucht

„Das“ Naturerbe Nordvietnams durfte auf unserer Exkursion natürlich auch nicht fehlen. Mit unserem kritischen, touristischen Auge begutachteten wir für knapp 24 Stunden das UNESCO-Welterbe. Neben Kajakfahren, Tai-Chi und Flutlichtangeln besuchten wir die schwimmenden Fischerdörfer und eine Austernfarm. Diskutierten allerdings auch über die Schattenseiten des Tourismus.

Kajakfahren © Mira Nausner

Kajakfahren © Mira Nausner

 

Trockene Ha Long Bucht & Thanh Hoa

Beim Besuch der Universität in Thanh Hoa lernten wir die Studiensituation in Vietnam kennen. Einige Studenten und Dozenten begleiteten uns anschließend zum Mittagessen und an den Sam Son Strand, an dem wir kurz verweilten.

In der trockenen Ha Long Bucht führte uns der Guide in Tempel und Pagoden (mittlerweile wissen wir bestens über den Unterschied Bescheid). Auch die Sampan-Tour – eine kleine Bootstour durch unberührte Landschaft unter höhlenartigen Felsen hindurch – erlitt trotz regnerischen Wetters keinen Abbruch an Faszination.

Mai Chau

Das Homestay der Familie Minh Tho, die der ethnischen Minderheit der Tay angehören, war unsere Station am Folgetag. Wahrscheinlich die am wenigsten touristischste Unterkunft der Exkursion. Die Gastfamilie kaufte mit uns auf den lokalen Markt ein, zeigte uns die dort erworbenen Lebensmittel vietnamesisch zuzubereiten und trank mit uns selbst produzierten Reisschnaps. Es war super spannend, deren Leben und natürlich die umliegenden Dörfer näher kennen zu lernen.

Vietnamesische Küche © Arlene Gärtner

Vietnamesische Küche © Arlene Gärtner

 

Pu Luong

Die wohl schönste Wanderung (und wir hatten so einige) war die im Pu Luong Naturschutzgebiet. Die vorletzte Station unserer Rundreise. Das lag mitunter daran, dass hier die Reisfelder besonders fotogen daherkamen bzw. die Abwechslung von idyllischer Landschaft, kleinen Dörfern und Wasserrädern am Wegesrand am gelungensten war.

Hanoi

Back to the beginning: Dort wo es losging, endete auch unser letzter Programmpunkt. Nach aufwendiger Personenkontrolle durften wir das Botschaftsgelände betreten. Wir hatten ein Meeting mit dem Leiter des Kultur- und Pressereferats, der uns zum Abschluss unserer Exkursion die entstandenen Fragen zu Land und Leuten geduldig beantwortete.

Der Besuch der schwimmenden Dörfer in der Ha Long Bucht oder die Übernachtung im Homestay – das sind nur einige von vielen Highlights, die uns wohl lange in Erinnerung bleiben werden.

Beeindruckende Menschen, spannende Anekdoten zur Kultur des Landes und gutes Essen begegneten uns täglich. Die Exkursion ermöglichte uns einen noch differenzierteren Blick auf die Welt und die Anwendung unserer interkulturellen Fähigkeiten. Im Nachgang dürfen wir nun alle unsere mitgebrachten Erfahrungen und Erlebnisse in einem Projekt umsetzen, wir sind gespannt wie es wird.

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