Aufenthalt in Bali – Studieren im Paradies

Vorbereitungen vor dem Aufenthalt

Erfahrungen im Ausland sind heute ein fast schon obligatorischer Teil eines Studiums. Für viele Studenten bedeutet dies sich selbstständig in einer fremden Umgebung zurechtzufinden und neue kulturellen Erfahrungen zu machen bzw. auszutauschen . Bei meinem Auslandssemester handelte es sich um das Studienprogramm IBSN (International Business Studies Network) von Prof. Dr. Stephan Passon (FH Dortmund) und der Udayana University Denpasar. Nachdem ich die Entscheidung auf Bali zu studieren getroffen und meine Bewerbung abgeschickt hatte, erhielt ich glücklicherweise auch eine Zusage.

Eines der wichtigsten Dinge die es im Vorfeld der Reise zu beachten gilt ist es den Impfpass zu kontrollieren. Im internet kann man sich über notwendige Impfungen informieren, oder man berät sich mit seinem Hausarzt darüber. Für den Auslandsaufenthalt auf Bali werden Tetanus- und Hepatitis A und B Impfungen empfohlen. Sind Reisen außerhalb der touristischen Gegenden geplant oder näherer Kontakt zu Tieren, so ist auch die Impfung gegen Typhus und Tollwut sinnvoll.

Weiterhin gilt es seinen Reisepass auf eine mindestens sechs monatige Restlaufzeit zu überprüfen und ggf. zu verlängern. Als Student der Udayana University benötigt man ein spezielles Studenten- Visum. Zudem empfiehlt es sich dringend eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen und einen internationalen Führerschein zu beantragen um mit dem Roller auf Bali sich fortbewegen zu können. Die Unterkünfte auf bali sind gemessen an deutschen Preisen relativ günstig. Die Art der Unterkunft reicht von einem Homestay in einer Gastfamilie, über eine eigene Wohnung bis zur Villa mit eigenem Pool. Es bietet sich an, für die erste Zeit ein Hostel zu buchen und vor Ort nach einer Unterkunft zu schauen.

 

Studieren auf Bali

Das Auslandssemester an der Udayana University in Bali bietet einem die Gelegenheit, sich nicht nur fachlich im Rahmen des ausgewählten Studienprogramms IBSN weiter zu bilden, sondern auch jede Menge persönliche Erfahrungen zu sammeln, die einem im späteren Werdegang nützlich sein können. Beispiele hierfür sind: interkulturelle Kompetenz, selbständiges Arbeiten und Zurechtfinden in einem fremden Land, Networking, Flexibilität und Aufgeschlossenheit, Vertiefung der eigenen Englischkenntnisse. Die Udayana University in Denpasar ist eine staatliche Universität, wurde 1962 gegründet und hält knapp 20.000 Studenten. Sie gehört heute zu den Top 20 der renommiertesten Universitäten Indonesiens.

Die Fakultäten sind auf insgesamt drei Campussen untergebracht: Auf dem Jalan Sudirman Campus, dem Bukit Jimbaran Campus und dem Jalan Nias Campus. Alle Austauschstudenten wurden in der Faculty of Economics am neuen Campus Bukit Jimbaran unterrichtet. Das Studium umfasst insgesamt ein volles Semester. Dieses Semester besteht aus 12 Vorlesungen je Lehreinheit. Der Studienaufenthalt umfasst insgesamt 15 Wochen, die sich nach folgendem Zeitplan verteilen:

• 6 Wochen Vorlesungen/Seminare/Exkursionen

• 2 Wochen Break für individuelle Praktika/Landeskunde/Sprache

• 6 Wochen Vorlesungen/Seminare/Exkursionen

• 1 Woche Abschlussexamen

An 4 Tagen der Woche findet der Vorlesungsbetrieb statt. Davon sind 3 Tage für Vorlesungen/Seminare und 1 Tag für vorlesungsbezogene Exkursionen vorgesehen. Diese sind fester Bestandteil des Studienprogramms. Außerdem besteht eine Anwesenheitspflicht von mindestens 75%.

 

Aufenthalt im Gastland

Die Republik Indonesien besteht aus über 17.500 Inseln und bildet mit 240 Millionen Einwohnern eine der bevölkerungsstärksten Nationen der Welt. Das Land wird durch eine Vielzahl von Kulturen, Sprachen und Religionen geprägt. Mit fast 90 % ist der Islam die meist verbreitete Religion. Auf Bali jedoch ist die Mehrzahl der Einwohner Hinduistisch. Es ist eine Umstellung und es bedarf eine gewisse Gewöhnungszeit sich auf Bali einzuleben, denn der Standard ist mit Deutschland überhaupt nicht zu vergleichen. Das beste bzw. schnellste Fortbewegungsmittel auf Bali ist der Roller (ca. 35 Euro im Monat). Jedoch ist der Verkehr nicht gerade ungefährlich und auch an den Linksverkehr muss man sich erst gewöhnen. An sich ist das Leben auf Bali billiger als in Deutschland. Es kommt jedoch auch immer darauf an, wie man selbst wohnen und leben möchte. 350 Euro oder mehr für ein Zimmer in einer Villa mit Pool ist keine Seltenheit.

Lebensmittel sind verhältnismäßig teuer, weswegen man auch eher zum Essen geht anstatt selbst zu kochen. Die „Standard-Mahlzeiten“ hier sind beispielsweise mie goreng (gebratene Nudeln) oder nasi goreng (gebratener Kochreis). Dazu gibt es meist Gemüse und einige Beilagen, wie zum Beispiel tempe (eine Art fermentierter Sojabohnenkuchen), bergedel jagung (Mais-Frikadellen), ayam (Hühnchen) oder gebratener Tofu. Das Obst, das man auf Bali kaufen kann, stammt größtenteils auch aus Bali, und ist sehr vielseitig. Sehr lecker sind zum Beispiel Balis Mangos ,Bananen und Drachenfrüchte.

 

Sonnenuntergang am Strand von Seminyak

Was Freizeitangebote betrifft, sticht Bali vor allem als Paradies für Surfer hervor. Die Wellen an den Stränden Balis eignen sich hervorragend zum Surfen. Sowohl für Anfänger als auch für Profis bietet das Meer nahezu perfekte Wellen. Für den Einstieg bietet das eher flache Gewässer am Kuta, Canggu– und Semyniak- Beach gute Möglichkeiten, die ersten Versuche auf dem Board zu überstehen. Ansonsten gibt es an den Küsten Balis viele beliebte Tauch- und Schnorchelgebiete. Nördlich von Nusa Dua, dem Ferienparadies für Hotelgäste der Insel, liegen im Südosten Balis am Benoa- Beach viele weitere Wassersportaktivitäten, wie Jetski, Paragliding und Wasserski. Kuta und Seminyak, die Partyzentren von Bali laden jeden Tag zu verschiedenen Partys ein. Wer Ruhe sucht wird im Norden bei wunderschönen Landschaften fündig.

Die balinesische Kultur spiegelt sich in allen Gesellschaftsschichten und auf allen Ebenen des Lebens wieder. Das rituelle Angebot reicht von Blumenblütenfesten auf Hauptverkehrsstraßen über exquisite Hochzeiten nach balinesischer Kultur bis zu unzähligen, detailgetreu- dekorierten Tempelzeremonien. Ergänzt werden die handwerklichen Kunstwerke mit traditioneller Musik und Tanz – das macht den Ort Bali so besonders.

 

Mein Fazit

Ich bin unglaublich froh, dass ich die Chance ein Semester in Indonesien zu studieren, genutzt habe. Die exotische, lebendige und farbenfrohe Kultur Balis und die Gastfreundlichkeit der Balinesen haben mich beeindruckt. Bali war eine wertvolle Erfahrung und eine persönliche Herausforderung. Ich habe eine fremde Kultur kennengelernt und hatte während des Semesters auch Gelegenheit andere Teile Asiens, wie beispielsweise Singapur und Vietnam kennenzulernen. Ich habe wunderbare Menschen kennen gelernt und konnte viel über Land, Leute, Kultur und Religion lernen.

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