Aloha aus Hawaii!

Ein Gastbeitrag von Barbora, welche das Glück hatte ihr Diplom unter Palmen zu schreiben und uns nun ihre Erfahrungen mitteilt:

Mein Name ist Barbora, geboren und aufgewachsen bin ich in Tschechien und studiert habe ich an der Hochschule in Zittau. Vor kurzer Zeit habe ich neun Monate in Hawaii verbracht, wo ich für meine Diplomarbeit am Hawaii Natural Energy Institute (HNEI) in Honolulu gearbeitet habe.

Wir am Waikiki Beach auf Oahu

Wir am Waikiki Beach auf Oahu

 

Das HNEI ist eine Forschungseinrichtung an der University of Hawaii in Manoa, die sich mit der Entwicklung der natürlichen Energiequellen für Hawaii beschäftigt. Das Hauptziel des Institutes ist es, eine stabile und kostengünstige Energieversorgung für Hawaii zu erreichen, bei gleichzeitiger Reduzierung der Abhängigkeit von Öl und anderen fossilen Brennstoffen. Den Kontakt zum Institut hat Herr Professor Zschunke hergestellt, der damals im Namen der HSZG mit dem HNEI Gespräche über eine mögliche Kooperation geführt hat.

Nach der Erledigung allen Formalitäten, bei der mich das Institut und die Hochschule sehr unterstützt haben, konnte ich mit den Vorbereitungen für meine Reise nach Hawaii beginnen.

Das Erreichen des Flughafens in Honolulu, nach einem 35 Stunden langen Flug, war für mich wie ein Erwachen. Als ich (immer noch eingekleidet in mehrere Schichten warmer Kleidung, wegen dem kalten Winterwetter in Prag) aus dem Flugzeug stieg, ist mir gleich eine Welle warm-feuchter Luft ins Gesicht geweht. Meine Kehle hatte sich auf einmal zugeschnürt und ich erkannte in dem Moment, dass ich mich jetzt auf einer kleinen Insel irgendwo in Mitten des Ozeanes, auf der völlig anderen Seite der Welt, in einer absolut unbekannten Umgebung befinde und es keinen Weg zurück gibt ab diesem Moment.

Der Sunset Beach auf Oahu

Der Sunset Beach auf Oahu

 

Am Flughafen hat mich schon, mit einer Alohakette in den Händen, mein japanischer Mitbewohner erwartet. Die Unterkunft bei ihm habe ich glücklicherweise einige Tage vor Reisebeginn gefunden. Es war ziemlich günstig und das Haus befand sich in einer perfekten Lage. In 15 Minuten konnte man mit dem Fahrrad in Waikiki Beach sein, wo ich später fast jeden Tag zum Surfen war. Nachteil der Wohnung waren jedoch eine laute Schnellstraße in der Nähe und die fehlende Klimaanlage, die man in Hawaii vor allem im Sommer unbedingt braucht. Deshalb bin ich nach ein paar Monaten umgezogen und habe zusammen mit meinen Freunden gelebt, die ich in der Zwischenzeit auf Arbeit kennengelernt hatte.

Der Waikiki Beach auf Oahu

Der Waikiki Beach auf Oahu

 

Das Institut, wo ich gearbeitet habe, war nur ein Katzensprung von meinem Haus entfernt. In Rahmen meiner Diplomarbeit habe ich die Anfälligkeit verschiedener Biokohlearten zu der mikrobiellen Degradierung untersucht und analytisch den Schwermetallgehalt in Holzkohle aus verschiedenen Holzvergasern bestimmt. Die Arbeitsklima im HNEI war sehr freundlich und gemütlich. Das Institut hat seinen Sitz auf dem Campus der Universität, auf dem es sehr viele Parks gibt. Man konnte sich dort in Ruhe mit der Natur umgeben und  sein Mittagessen essen. An der Universität gibt es einem sehr großen Anteile an ausländischen Studenten, was mir sehr gefallen hat. Auch in Hawaii allgemein gibt es eine sehr breite multikulturelle Umgebung, also auf so einem kleinen Stück  Erde lernt man fast die ganze Welt kennen.

Der Vans World Cup im Surfen 2015 auf Oahu

Der Vans World Cup im Surfen 2015 auf Oahu

 

In Hawaii kann man in der Freizeit unglaublich viel unternehmen! Vom Schnorcheln, Surfing, Windsurfing, Tauchen, Fischen bis zum Paragleiten oder Klettern und wenn man dann vom warmen Wetter müde ist, kann man in Honolulu sogar Schlittschuhlaufen gehen. Das Surfen war eines der Highlights meines Aufenthaltes. Nach einem anspruchsvollen Tag auf Arbeit sich auf den Wellen zu wiegen und den Sonnenuntergang vom Ozean aus zu beobachten…oder noch besser bis in die Nacht surfen, die Sterne über sich haben, und das ruhige warme Wasser des Ozeanes um sich haben. Solche Erinnerungen bleiben noch lange im Kopf. Eine weitere entspannende Aktivität war das Wandern und der Genuss der traumhaften Natur auf Hawaii. Ein interessanter Fakt für mich, es gibt  keine gefährlichen Schlangen oder Spinnen in den hawaiianischen Tropen. Die einzige unangenehme Überraschung für mich  waren die Kakerlaken, die ich in solcher Größenordnung, wie in Hawaii, noch nie im Leben gesehen habe.

Da die Preise für die Flüge zwischen den Hawaiianischen Inseln tragbar sind, hatte ich die Möglichkeit neben dem Hauptinsel Oahu auch noch 3 andere Inseln (Maui, Kauai, Big Island) zu erkunden. Obwohl die Inseln so nah zu einander liegen, ist die Landschaft ganz unterschiedlich. Am besten hat mir Napali Coast auf Kauai gefallen. Dort kann man nach einem anstrengenden Wandertag einen Geheimstrand mit Wasserfall in Mitten des Tropischen Waldes genießen. Aber auch die vulkanischen Gebiete am Big Island, oder die Observatorium auf den Gipfe der höchsten Berge von Hawaii, Mauna Kea, waren sehr besonders.

Die Na Pali Coast auf Kauai

Die Na Pali Coast auf Kauai

 

Aus all den gesammelten Erfahrungen muss ich sagen, dass man die Hawaiischen Inseln nicht zufällig „das Paradies auf Erden“ nennt. Die wunderbare reiche Natur mit bunten Blumen und saftigen tropischen Früchte, tiefblauem Ozean mit dem Strandsand in verschiedenen Farben; keine Eile, kein Stress, überall nur Ruhe, Frieden und nette Menschen… davon ist man einfach gleich verzaubert. Der endlose Sommer verursacht, dass man fast nicht den Lauf der Zeit fühlt. Jetzt nach meiner Rückkehr, fühle ich mich ein bisschen als wäre das alles nur ein wunderbarer Traum war….

 

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