Weihnachten mal anders

Zwei meiner Kommilitoninnen sind dem Weihnachtssong „Driving home for Christmas“ nicht gefolgt und haben es gewagt, die neue Kultur im fremden Land auch über die Weihnachtstage auszukosten. Sie sind nicht in die Heimat gefahren, zur Familie und den typischen Weihnachtstraditionen. Stattdessen haben Mut und Neugier ihnen ein ganz neues Weihnachtsfest beschert.

Hyvää joulua!

Marianne ist seit drei Monaten in Turku, Finnland. Aufgrund der langen Reise und des generell kurzen Erasmus-Aufenthaltes hat sie sich entscheiden, diese so besinnliche Zeit in Lappland zu bleiben. Bereits die Vorweihnachtszeit konnte sie dort in vollen Zügen geniessen: Typisch sind offenes Singen in Kirchen, pikkujoulu (Weihnachtsfeiern) und das Trinken von Glögi mit Pfefferkuchen.

Auf der einen Seite ist es Mariannes erstes Weihnachten ohne Familie. Das birgt natürlich ein mulmiges Gefühl. Lappland stellt für Marianne aber auch ein Sehnsuchtsland dar. Verständlicherweise freut sie sich riesig Weihnachten und auch Silvester in Lappland – der Heimat des Weihnachtsmannes – zu verbringen.

Linksmų Kalėdų!

Ausblick des Spazierganges am ersten Weihnachtsfeiertag in Vilnius

Ausblick des Spazierganges am ersten Weihnachtsfeiertag in Vilnius

Maria, die selber ihr Erasmus Semester in Danzig verbringt, hatte bereits im November die Idee, Weihnachten in Vilnius bei Christina, ebenfalls Kultur und Management Studentin der HSZG, zu verbringen. Gründe dafür waren zum Einen, dass Christina an Weihnachten Geburtstag hat und sie gern gemeinsam feiern wollten und zum Anderen hat sich Maria das kühne Ziel gesetzt, bis zu ihrem 30sten Geburtstag alle europäischen Hauptstädte zu sehen.

Auf geht's ins Weihnachtsabenteuer Vilnius!

Auf geht’s ins Weihnachtsabenteuer Vilnius!

Nach einer, dank ortsunkundigem Polskibusfahrer, leicht verspäteten Anreise verbrachten sie den Heiligabend kaum anders als in Deutschland: kochen, schlemmen, gemütlich beisammen sitzen und anschließend diesen besonderen Tag mit spanisch-belgisch-deutschem Fluchen bei diversen Kartenspielbattles ausklingen lassend. Kein Heimweh, kein Trennungsschmerz, kein “Ach-wär-ich-doch-nach-Hause-gefahren”. Für sie ist es unheimlich interessant, die Unterschiede zwischen dem Brauchtum des Gastlandes und der eigenen Heimat zu entdecken. Dinge zu tun, die man so noch nie tat und wahrscheinlich auch nie wieder tun wird (katholische Weihnachtsmesse in einer mit Stroh und lebenden Tieren ausgestatteten Kirche auf litauisch) und letzten Endes festzustellen, dass man dieses Weihnachtsfest nie vergessen wird, weil es anders ist als alles bisher erlebte. Und trotzdem schön.

Danke Marianne und Maria für eure kleinen Berichte.

 

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