Cluj: Meine Uni

Ich studiere an der Babeș-Bolyai-Universität Cluj, die mit mehr als 40‘000 Studenten die größte des Landes ist. Die Uni hat insgesamt 21 Fakultäten, die quer in der Stadt verstreut sind. Es gibt also keinen Campus, sondern diverse kleine und größere Gebäudekomplexe. Ich selbst studiere an drei Standorten im Zentrum von Cluj. Die Studiengänge werden neben Rumänisch oftmals in Ungarisch, Englisch, Deutsch und Französisch angeboten.

Hauptgebäude der Babes-Bolyai UniversitätLeider hatte ich das Pech der Fakultät European Studies zugewiesen zu werden, anstatt beispielsweise Economy. Für mein Kultur und Management Studium bedeutet das nur die entfernte Verbindung, dass ich etwas über die Geschichte der europäischen Kultur lerne. Da mein Erasmus Semester eine Pflichtleistung ist, habe ich das „Glück“, dass mir die hier belegten Kurse, soweit ich sie denn hoffentlich bestehe, dennoch angerechnet werden. Ich besuche die deutschen Vorlesungen des Studiengangs. Weiterhin wird dieser in Englisch, Französisch und Rumänisch angeboten. Da ich befürchtet habe, dass ich schon so genug Probleme haben werde, mich den Themengebieten Politikwissenschaften, Europawissenschaften, europäische Integration und Geschichte Europas anzunähern und die Prüfungen zu bestehen, habe ich die deutsche Sprache der Englischen vorgezogen. Die Unterrichtsmethoden sind zum Teil leider sehr … staubig.

Quelle: citynews.ro

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Die Studenten sind überwiegend eingeschüchtert und passiv und wiederum auch sehr respektlos. Die Dozenten hingegen zwingen zum Teil zum konstanten Mitschreiben, werden laut und lassen wenig Platz für Diskussionen. Für mich scheint es, als ob der gegenseitige Respekt nicht besonders groß ist. Auch wenn ich nur vier Tage in der Woche Unterricht habe, bin ich Donnerstagabend immer total geplättet. Zur Seminarvorbereitung muss ich ständig Exzerpte schreiben und zig Texte zur Politischen Philosophie studieren. Manchmal ärgere ich mich, dass ich nicht die Zeit nutzen kann um mehr im Bereich Kulturmanagement zu lernen, bevor ich dann nächstes Semester schon meine Bachelorarbeit schreiben werde. Dennoch kann ich dem Ganzen natürlich etwas abgewinnen und finde es sehr spannend, die Geschichte Europas kennenzulernen und zu verstehen.

Ich will kein schlechtes Bild von der Uni zeichnen. Von anderen Erasmus Studenten weiß ich, dass sie sehr spannende Kurse bei jungen, frischen Dozenten besuchen, wo auch die Studenten begeistert sind und definitiv viel mitnehmen werden.

Ich bin derweil gespannt, ob ich die Prüfungen schaffe. Ojemine.

 

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