Grüße aus Leeuwarden!

Gastbeitrag von Madlen: Vriendelijke groeten aus Leeuwarden, der Hauptstadt Frieslands in den Niederlanden. Mein Name ist Madlen und ich verbringe hier mein Auslandssemester vom Studiengang Kultur und Management. Seit meiner Ankunft hier vor nun mehr als 3 ½ Monaten ist schon eine Menge passiert.

Mein Wohnheim in Leeuwarden

Mein Wohnheim in Leeuwarden

In der ersten Woche habe ich erstmal mein Appartment vom Studentenwohnheim als allererste Bewohnerin bezogen, denn das Gebäude wurde erst in diesem Jahr neu errichtet. Das Haus hat eine tolle Lage, da ringsum ein Teich und ein großer Park ist und ich aus meinem Fenster direkt auf die Uni schaue. Da kann man es sich doch häufig erlauben erst kurz vor knapp aufzustehen morgens. Die ersten Wochen hier waren sehr aufregend, da ich viele neue Leute kennengelernt habe. Leeuwarden ist sehr international, denn die meisten Studiengänge an der Stenden Hoogeschool sind auf englisch und es gibt jedes Jahr viele Austauschstudenten und auch viele Deutsche verschlägt es hier her. Schon merkwürdig, dass meine Familie und Freunde noch nie zuvor von der Stadt Leeuwarden gehört hatten.

Leeuwarden kann man gut mit Görlitz vergleichen, denn es ist klein und überschaubar und trotzdem hat es viel Kultur zu bieten. Ich habe in meiner Zeit hier schon einige Orte bereist. Im Sommer habe ich mehrere Radtouren auf den super ausgebauten Radwegen unternommen. (Nur mit einem Fahrrad fühlt man sich hier wirklich zugehörig, aber nunja jetzt ist mein rostiges Rad leider geklaut worden.)

Giethoorn-Das Venedig des Nordens

Giethoorn-Das Venedig des Nordens

Eine Bootstour rund um den süßen Ort Sneek, ein Ausflug auf die Friesische Insel Ameland, ein Tagestrip in das Venedig des Nordens, Giethoorn und natürlich Städtetouren nach Amsterdam und Den Haag standen schon auf meinem Reiseprogramm. Jetzt regnet und stürmt es fast jeden Tag, daher kann man kaum noch etwas unternehmen und ich bin froh, den Sommer so intensiv genutzt zu haben.

In der Heineken Experience in Amsterdam

In der Heineken Experience in Amsterdam

Aber mit dem Studium bin ich auch schon die ganze Woche über gut beschäftigt. Ich studiere hier Media & Entertainment Management und war in den ersten Wochen tatsächlich mit einem kleinen Kulturschock konfrontiert, da das Studiensystem anders ist als in Görlitz. Zweimal die Woche trifft man sich in einer Gruppe von 10 Studenten und einem Tutor zum Cased Based Learning, wo man einen Fall passend zur Modulthematik bespricht und sich selbst Lernziele aufstellt. Diese werden dann bis zum zweiten Treffen von jedem Studenten bearbeitet und werden wie eine Belegarbeit abgegeben. Jede Woche gibt es dann zu diesem Fall noch eine Vorlesung und man muss sich selbst viel mit dem Thema beschäftigen. In der Uni ist man daher nicht oft, denn man benötigt die Zeit um die Wochenaufgabe zu lösen und arbeitet zusätzlich noch an Hausaufgaben und jeder Menge Belegarbeiten. Die vielen Stunden, die man täglich allein mit dem PC am Schreibtisch verbringt machen schon sehr einsam, aber so geht es hier allen Austauschstudenten. Deswegen schließen wir uns oft zu Lerngruppen zusammen. Alles in allem ist die Uni sehr gut organisiert und man hat immer einen Ansprechpartner für Probleme.

In den ersten Wochen habe ich auch einen niederländisch Kurs belegt und es fällt als Deutsche leicht, die Sprache zu lernen. Der Unterricht an der Uni findet auf englisch statt und die Niederländer sprechen es auch sehr gut, daher verbessert man sich schnell. Abschließend kann ich sagen, dass die Zeit hier für mich eine große Bereicherung ist, auch wenn ich schon so einige Motivationstiefs erlebt habe. Dagegen hilft aber das Reisen und Zeit mit Freunden verbringen. Tot ziens und bis bald!

 

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