Grüße aus Barcelona!

Marion in BarcelonaGastbeitrag von Marion: Hola, ich bin Marion, studiere hier in Görlitz Soziale Arbeit und habe vergangenes Wintersemester (15/16) in Barcelona verbracht.

Meine persönliche Planung begann ich ein halbes Jahr vor Beginn des Semesters. Sicher ist es ratsam eher damit zu beginnen und doch lief es in meinem Falle sehr gut. Die verschiedenen Mitarbeiter der Hochschulen sind sehr hilfsbereit und auch meine Professoren standen mir sehr unterstützend zur Seite. Neben dem Sprachzertifikat kümmerte ich mich um Auslandsversicherung, Konto- und diverse Adressänderungen, sowie die Unterstellung meiner Möbel.

Um die Unterkunft kümmerte ich mich ebenfalls einige Monate vor Beginn des Auslandssemesters. Ich hatte das Glück und fand eine schöne 1-Raumwohnung, die nicht allzu teuer war. Am besten ist es, man sucht sich eine Wohngemeinschaft mit Menschen, die Spanisch oder auch Englisch oder sonstige Sprachen sprechen. Allein durch das viele Hören und Anwenden der Sprache(n) gibt es schnelle Fortschritte und vor allem ein alltägliches Sprachgefühl.

Das Studium in Barcelona an der Universitat de Barcelona ist anders aufgebaut, als in Deutschland bzw. in Görlitz. Es ist schulischer und hat einen festeren Plan. Alles wird über einen “virtuellen Campus” im Internet geregelt, sowohl der zeitliche Plan der Seminare als auch die Einteilungen für jegliche Gruppenarbeiten, die es in fast jedem Kurs gibt. Ebenso muss zu fast jeder Stunde etwas erarbeitet werden, was dann im Campus Virtual hochgeladen wird. Ich hatte Schwierigkeiten, mich in diesem virtuellen Campus zurecht zu finden und den straffen zeitlichen Ablaufplan inhaltlich zu schaffen. Im Großen und Ganzen habe ich ein gutes Semester an der Ub gehabt, da ich die Inhalte als sehr interessant empfand, vor allem durch die “Verpackung” in der neuen Sprache. Es gab vergleichsweise viele Prüfungen (2/Kurs/Semester), Gruppenarbeiten neben den Arbeiten, die man sonst noch abgeben musste.

Küste BarcelonasWas ich besonders finde, ist das Meer und die Berge so nah zu haben.
Generell sind die Kosten des täglichen Lebens ähnlich wie bei uns, nur der Kaffee ist viel besser und es gibt überall und jederzeit frisches Obst und Gemüse!

Eine der schönsten Erfahrungen war für mich ein Stadtteilfest, bei dem alle Bewohner Tische, Stühle und Geschirr auf die enge Straße brachten. Es gab eine riesengroße vegane Paella, die ebenfalls draußen auf einem Gasherd gekocht wurde in einer Pfanne von mindestens einem Meter Durchmesser. Dies alles wurde von Anwohnern des Stadtteils veranstaltet, die auch einen Stadtgarten bewirtschafteten. Dies war für mich so schön zu sehen, dass es inmitten der heißen Großstadt kleine Oasen gibt, in denen Gemüse, Kräuter, Obstbäume und Blumen wachsen!

urban gardening in Barcelona

urban gardening in Barcelona

 

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