Grüsse aus Istanbul!

Gastbeitrag von Lara:

Ich bin Lara und studiere hier in Istanbul für ein Semester Art Management.

turkish delight

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Am 30. August war es endlich so weit – Ankunft am Flughafen Atatürk in Istanbul. Ich bin mit zwei Freundinnen, Leonie und Talke aus meiner Heimatstadt Nürnberg, gereist. Das war ganz gut, so hatte ich zu Beginn jemand vertrautes und war nicht ganz auf mich gestellt. Wir haben uns für die erste Woche eine AirBnB-Wohnung in der Nähe vom Taksim Platz gebucht. Sobald wir unsere Koffer dort abgestellt haben wollten wir sofort die Stadt entdecken. Raus in das Getümmel und das Nachtleben ausprobieren. Wir sind jedoch nur bis zur nächsten Bude gekommen und haben etwas gegessen. Vollkommen platt von der Reise und den Gefühlen sind wir früh ins Bett.

Die nächsten Tage verliefen stressig – es war zu der Zeit noch super heiß, wir brauchten noch eine WG und hatten die Erasmus Pre-Veranstaltungen. So rannten wir zu zig WG-Besichtigungen und Erasmus Events. Immer noch total euphorisch und super drauf. Ich habe in den ersten Tagen während dieser Erasmus Veranstaltungen die Leute kennengelernt, die inzwischen meine Freunde hier geworden sind. Natürlich lernt man immer mal wieder neue Leute kennen, aber den Kern, der ist von den ersten Tagen geblieben. Die beiden Freundinnen aus Nürnberg  wohnen inzwischen auf der europäischen Seite von Istanbul und ich wohne auf der asiatischen. Wenn wir uns besuchen klingt das immer ganz schön witzig: „Kommst du nach Europa oder soll ich nach Asien kommen?“

Warten auf die Fähre nach Europa

Warten auf die Fähre nach Europa

Das Ganze war natürlich eine große Umstellung, von Görlitz nach Istanbul zu gehen. Ich war des Öfteren genervt von den Menschenmassen und dem Verkehr.

Ich fahre jeden Morgen fünfundvierzig Minuten mit dem Bus zu meiner Universität Yeditepe. Das kann einem auf die Nerven gehen, besonders wenn ein Kurs ausfällt und man wieder nach Hause reisen kann. Der Verkehr und die vielen Menschen, daran gewöhne ich mich langsam aber sicher. Die Kurse die ich hier gewählt habe passen alle super zu meinem Studium: Festival Management, Galerie und Museum Management, Cultural Management, Curatorial Studies und natürlich ein Türkisch-Sprachkurs. Es war zu Beginn alles etwas unorganisiert und anstrengend aber mit der Zeit hat sich alles eingependelt und es LÄUFT! IMG_3006Die Lehrer sind alle kooperativ und helfen einem, wenn man nicht zufrieden ist, mein Department ist super nett und macht quasi alles.
Das Unterrichtsniveau ist zwar niedrig im Vergleich zu Deutschland,
aber dennoch gibt es viele Prüfungen, Zwischenprüfungen, Präsentationen und schriftliche Arbeiten die wir abgeben müssen.

Alles in allem hat sich aus der großen Euphorie zu Beginn, eine „das ist mir alles zu viel und nervt“-Stimmung gebildet. Nach acht Wochen und ein bisschen Routine bin ich inzwischen in der „Ach das läuft schon“-Stimmung angekommen. Zum Glück.

 

Gefördert durch:

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